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Spritzguss: Präzise Formteile aus Elastomeren und TPE
Der Spritzguss ermöglicht die Herstellung komplexer Formteile in hohen Stückzahlen mit reproduzierbarer Qualität. Von einfachen O-Ringen bis hin zu hochkomplexen Mehrkomponenten-Bauteilen — das Verfahren ist der Schlüssel zur wirtschaftlichen Serienproduktion.
Verfahrensvergleich: Elastomer- vs. Thermoplast-Spritzguss
| Merkmal | Elastomer-Spritzguss (EPDM) | Thermoplast-Spritzguss (TPE) |
|---|---|---|
| Werkzeugtemperatur | 160–200°C (beheizt) | 20–60°C (gekühlt) |
| Zykluszeit | 60–300 Sekunden | ✅ 15–60 Sekunden |
| Anguss-Recycling | ❌ Nicht möglich (vernetzt) | ✅ Vollständig |
| Toleranzen | ±0,2 mm (ISO 3302-1 M2, Nennmaße 10-16 mm) | ±0,1 mm (DIN 16742 TG5) |
| 2K-Verfahren | ⚠️ Aufwendig (Einlege-Technik) | ✅ Direkt im Werkzeug |
2K-Spritzguss: Hart-Weich-Verbindungen in einem Schritt
Beim 2K-Spritzguss (Mehrkomponenten-Spritzguss) werden zwei Materialien in einem Werkzeug und einem Arbeitsgang verbunden. Die erste Komponente (z.B. harter PP- oder ABS-Kern) wird gespritzt, anschließend wird die zweite Komponente (weiches TPE) direkt angespritzt. Die Materialien verbinden sich stoffschlüssig — ohne Klebstoff, ohne Montage.
Typische 2K-Anwendungen:
- ✅ Soft-Touch-Griffe — Werkzeuge, Zahnbürsten, Sportgeräte
- ✅ Dichtungsfunktionen — Gehäuse mit integrierter Dichtung
- ✅ Ergonomische Produkte — Medizingeräte, Konsumgüter
- ✅ Wasserdichte Verbindungen — Stecker, Sensoren, Elektronikgehäuse
Liquid Silicone Rubber (LSR): Für Silikon-Formteile bieten wir LSR-Spritzguss (Flüssigsilikonverarbeitung) an — besonders für medizintechnische und lebensmittelkonforme Anwendungen.
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